Stars vor der Linse

Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode

Text: Viviane Stadelmann; Foto: Courtesy of Marc Jacobs, Louis Vuitton, McQ, Moschino, Saint Laurent

Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode
Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode
Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode
Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode
Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode
Musiker statt Models: Die neuen Gesichter in der Mode
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Selena Gomez (Mitte) ist das Aushängeschild der neuen Herbst/Winterkampagne Series5 von Louis Vuitton

Neben Marilyn Manson und Courtney Love sind auch Musikgrössen wie Missy Elliott in der H/W16-Kampagne von Marc Jacobs zu sehen

Musikerin FKA Twigs modelte für die Calvin-Klein-Werbekampagne des Frühjahrs 2016

Hedi Slimane zeigte als damaliger Creative Director von Saint Laurent häufig Musikgrössen in seinen Kampagnen. Im 2015 war es die Singer-Songwriter-Legende Joni Mitchell.

Popsängerin Katy Perry stand für Moschino vor der Linse

McQ – die Zweitlinie von Alexander McQueen – setzt in ihrer Herbst/Winterampagne 2016 auf die japanische Rockband Bo Ningen. Fotografiert wurde sie von Harley Weir.

In vielen aktuellen Herbst/Winter-Kampagnen namhafter Designer zieren statt Models Musiker die Plakate. Ob Selena Gomez für Louis Vuitton oder Marilyn Manson für Marc Jacobs - was macht diese Liaison der Künste so unwiderstehlich?

Musik und Mode - das eine geht nicht ohne das andere. Sei es die musikalische Untermalung an einer Fashionshow, oder von der Musik inspirierte Modeströmungen, wie die Grunge-Bewegung der 90ties, die wir nicht zuletzt Nirvanas Kurt Cobain zu verdanken haben: Beweise, dass Mode und Musik sich gegenseitig beeinflussen, findet man zuhauf. Auch diese Saison setzen Labels wie Marc Jacobs, Louis Vuitton und McQ auf die bewährte Kombination und schmücken ihre Kampagnen mit den Konterfeis bekannter Musiker wie Selena Gomez, Marilyn Manson, Coutney Love und die der japanischen Rockband Bo Ningen. Zuvor lichtete bereits im Frühjahr Calvin Klein in seiner grossen Unterwäsche-Kampagne unter anderem die Popgrössen Justin Bieber und FKA Twigs ab.

Hard-Rock oder Soft-Pop?

Inszeniert ein Designer einen Musiker derart plakativ, so ist klar: Nicht nur die Kleider stehen für die neue Kampagne, auch die werbende Persönlichkeit vermittelt eine Botschaft. In den Köpfen der Betrachter werden Deutungsmuster aktiviert. Aktuelles Beispiel: Schockrocker Marilyn Manson, der das dunkle Setting der (noch nicht veröffentlichten) Herbst/Winter-Kampagne von Marc Jacobs verstärkt. Ob ein Popsternchen oder doch lieber Rockgrössen für eine Kollaboration gewonnen werden, unterliegt dem, was der Designer ausdrücken will. Die schrille Katy Perry war beispielsweise für Moschino auf Plakaten zu sehen, ebenso wie Musiklegende Joni Mitchell, die 2015 auch für die Kamapgne von Hedi Slimane für Saint Laurent vor der Kamera stand.

Viviane Stadelmann

Die stellvertretende Online-Leiterin liebt die grenzenlosen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie schreibt besonders gern über die kleinen und grossen Absurditäten des Alltags, genauso wie über Mode, Literatur und Kunst.

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