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Es lebe das Gipfeli – das echte

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Es lebe das Gipfeli – das echte

  • Text: Karin Messerli

Unser Frühstücks-Renner kann es jederzeit mit dem berühmten Pariser Croissant aufnehmen.

Das echte Schweizer Gipfeli – il existe! Seine Knusprigkeit ist unvergleichlich luftig, sein Geschmack unnachahmlich buttrig, und wer einmal ein richtiges Gipfeli probiert hat, geht meilenweit fürs nächste. Steht an und wartet geduldig auf die ofenwarme Köstlichkeit. Ofenwarm – das ist das Ah & Oh. Denn sobald ein Buttergipfeli einen Kälteschock erleidet, hat es an Knusprigkeit und Geschmack verloren. Ein echtes Schweizer Gipfeli verlässt die Backstube lauwarm. Und beginnt seine Existenz nicht als vorgefertigter Teig oder tiefgekühlter Teigling. Dazu brauchts den Bäcker-Confiseur, der täglich neu, mit frischen Zutaten einen tourierten* Hefeteig fertigt. Den hat das echte Schweizer Gipfeli mit seinem französischen Cousin, dem Best of Pariser Croissant, gemeinsam. Unser Gebäck wird jedoch mit weniger Butter zubereitet als das gallische. Und mit drei einfachen Touren. So schmeckt es luftiger und «trockener» als das Croissant mit seinen zwei Doppeltouren.

Auch die Form unseres Gipfelis ist einzigartig: Von der Breitseite her wird das zirka 35 Gramm schwere Teigdreieck zur Spitze hin zu einem Halbmond gerollt, wobei die Dreiecksspitze genau in der Mitte nach unten gelegt wird und sich die Enden berühren. Da machen es sich die Franzosen einfacher mit ihren dicken, kaum gekrümmten Croissants. Und weil unser Gipfeli meist ohne Eibestrich und etwas kräftiger gebacken wird, offenbart schon der erste Biss, was es seinem Cousin voraushat: das Knuspern einer gut gebackenen Kruste. Dieses begleitet die Schmelze des butterzarten Geschmacks auf der Zunge und vertont den betörenden Duft des ofenfrischen Hefeteigs. Bedauerlich nur, dass viele lieber zur schnellen und günstigen Backware greifen. Ja, das echte Schweizer Gipfeli, il existe. Aber es ist zu einer Species rara auf dem Frühstückstisch geworden.

* Tourieren: Das schichtweise Einarbeiten von Fett in den Teig. Bei einer einfachen Tour wird der ausgerollte Teig dreifach, bei einer doppelten Tour wird die Platte in vier Schichten gefaltet

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