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Fashion Weekly: Lizzo wehrt sich gegen Fat-Shaming

Kerstin Hasse
Kerstin Hasse

Stellvertretende Chefredaktorin und Head of Digital

In unserer Rubrik «Fashion Weekly» schaut dieses Mal stv. Chefredaktorin Kerstin Hasse zurück auf die Mode-Woche – und versorgt euch mit Gossip, News und den wichtigsten Highlights.

Lizzo wehrt sich gegen Fat-Shaming

Eigentlich ist es pure Ironie, bloss keine, über die man lachen mag: Die Sängerin Lizzo singt zusammen mit Cardi B im kürzlich veröffentlichten Song «Rumors» von Hassnachrichten und sexistischen Beleidigungen gegenüber Frauen. So heisst es etwa in dem Song, dass manche Menschen all ihre Zeit darauf verwenden würden, um eine Frau zu zerstören. Sie singen: «Wenn du denkst, ich sei erbärmlich, weil mein Hintern zu sehen ist, dann warte bis zum Sommer, wenn sie mich aus dem Haus lassen.» Im dazugehörigen Video tanzen die beiden Frauen wie griechische Göttinnen in gold-glänzenden Togen auf riesigen Säulen – ein feministischer Hercules-Clip, sozusagen.

Doch ausgerechnet unter das «Rumors»-Video hinterliessen einige User:innen brutale Kommentare über Lizzos Figur. Das traf die Sängerin, wie sie in einem Video auf Instagram erklärte. Unter Tränen nahm sie Stellung: «Wenn dir meine Musik nicht gefällt: cool. Wenn du den Song nicht magst: cool. Aber viele Menschen mögen mich nur deshalb nicht, weil ich aussehe, wie ich aussehe.» Sie bitte inständig darum, dass die Leute endlich damit aufhören würden, sich nur auf Äusserlichkeiten zu konzentrieren. Doch natürlich blieb es nicht bei den Hasskommentaren: Zahlreiche Fans und Promis – darunter auch Lizzos Song-Partnerin Cardi B – haben auf Social Media die Sängerin in Schutz genommen. Die Amerikanerin gilt als Plus-Size-Ikone, sie hat sich bereits mehrfach gegen Fat-Shaming ausgesprochen und unter anderem mit einem beeindruckenden «Vogue»-Cover bewiesen, dass Schönheit an keine Kleidergrösse gebunden ist.

MET-GALA in der Kritik:

Am 13. September findet – nach einer langen Corona-Pause – die nächste MET-Gala statt. Die pompöse Benefiz-Veranstaltung gilt als Oscars der Modewelt, sie dreht sich jeweils um die neuste Ausstellung des New Yorker Metropolitan Museum of Art dreht und Gastgeberin ist niemand Geringeres als Anna Wintour. Jahr für Jahr gehen die Bilder der Schauspieler:innen, Models und Stars, die über den roten Teppich stolzieren, viral. Das Motto: Je verrückter das Outfit, desto grösser der reach. Die digitale Reichweite scheint für Wintour und ihr Team in diesem Jahr besonders wichtig zu sein – das lässt zumindest ein Blick auf die Gästeliste vermuten. Wie «Page Six» berichtet, sind vor allem viele Influencer zu erwarten, das Blatt vermutet, dass Hauptsponsor Instagram daran nicht unschuldig ist. Erwartet wird unter anderem die 20-jährige Sängerin Addison Rae, die rund 39 Millionen Follower auf Instagram hat oder die Youtuberin Emma Chamberlain, der über zehn Millionen Leute folgen.

Aber, keine Angst, Fashion-affine Popkultur-Ikonen werden nicht fehlen: Billie Eilish (mit Korsett?), Timothée Chalamet (vielleicht im Kleid?) und Lyrikerin Amanda Gorman (garantiert hinreissend) werden erwartet. Das Thema des Abends lautet «A Lexicon of Fashion», die dazu gehörende Ausstellung wird ab dem 18. September zu sehen sein.

Hiro: Die Modewelt verliert einen Surrealisten mit Humor

Der japanisch-amerikanische Fotograf Yasuhiro Wakabayashi, besser bekannt als «Hiro», ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Hiro galt als einer der kreativsten Köpfe der Mode- und Werbefotografie und war besonders bekannt für seine surrealen Bildkompositionen und seinen subversiven Witz. Er spielte mit Perspektiven und Farben, seine Fotografien waren kunstvoll inszenierte Stilleben. Ein berühmtes Beispiel ist ein Foto für die amerikanische «Vogue», das Hiro 1982 aufnahm und einen Frauenfuss auf einem Tintenfisch zeigt. Das Magazin schreibt darüber: «Etwa in der Mitte der April-Ausgabe 1982 entpuppte sich das, was eine hilfreiche, aber banale Geschichte über Fusspflege hätte sein können, als eine der denkwürdigsten Storys, die je in der Vogue erschienen ist.» Das Bild  wurde denn auch für das «Vogue»-Buch «On the Edge» von 1992 ausgewählt, das die wichtigsten Bilder aus den ersten 100 Jahren der Zeitschrift zeigt.

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