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Fashion Weekly: Von Beyoncé, Jackie Kennedy und Karin Keller-Sutter

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Fashion Weekly: Von Beyoncé, Jackie Kennedy und Karin Keller-Sutter

In unserer Rubrik «Fashion Weekly» schaut unsere Lifestyle-Chefin Barbara Loop zurück auf die Mode-Woche – und versorgt euch mit Gossip, Trends und den wichtigsten Highlights.

Was wurde im vergangenen Jahr doch alles geschrieben über Sweatpants und die modischen Höhen und die vielen Tiefen unserer Lockdown-Looks. Wir wollen hier noch einen draufsetzen mit News von Lamarel, der Schweizer Adresse für die so hippe wie hochwertige Komfort-Garderobe. Dann aber Perspektivenwechsel!

Denn während wir bequem zuhause rumlümmeln und uns bestenfalls vom Bauchnabel her aufwärts präsentierten, hat die Welt da draussen langsam zu neuer Grösse gefunden. Okay, Grösse ist vielleicht das falsche Wort. Schliesslich hat unser Fenster zur Welt noch immer nur die Grösse eines Displays. Aber in modischer Hinsicht passiert da so was, das Freude macht und Hoffnung weckt – oder, wie im Fall von Burma, Hoffnung wecken könnte, wenn denn die Industrie wahre Grösse beweisen würde.

Loungewear de luxe

Nicht nur wir haben uns ein Update gegönnt, auch Lamarel tut es. Hinter dem Label steckt die 28-jährige Baslerin Sandra Pinto, die ihre Entwürfe in ihrer zweiten Heimat Portugal von einem Familienunternehmen fertigen lässt – ab sofort vollständig aus Bio-Baumwolle. Auch Etiketten (aus Saatpapier mit Wildblumensamen) und Versand (mit kompostierbarer Tasche aus einem Mais-Kartoffel-Mix) werden noch nachhaltiger. Am Montag feiert das Label Relaunch. Chance auf die neue Kollektion, die jeweils innert kürzester Zeit ausverkauft ist, hat allerdings nur, wer sich bis Sonntag um 16 Uhr für den Pre-Launch am Montag anmeldet.

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Lady Dada

Beyoncé schrieb mit dem 28. Grammy Geschichte. Und wenn man Geschichte schreibt, zumindest als Popstar, macht man sich Gedanken über seine Garderobe. Queen B trug ein ultrakurzes, schwarzes Kleid mit gigantischem Décolleté, skulptural, wie in Stein gemeisselt. Offensive Power-Femininität und «in-your-face body politics» war das modische Thema des Abends, schliesslich war es die Nacht von Megan Thee Stallion (in Dolce & Gabbana), Lizzos (Balmain) und Dua Lipas (Versace).

Es waren die Accessoires, mit denen Beyoncés Look alles andere toppte: die langen goldenen Ohrringe und die schwarzen Handschuhe, die in goldenen Fingernägeln endeten. Entworfen hat das Outfit Daniel Roseberry, der das Maison Schiaparelli grad zur neuen Grösse aufleben lässt. Die goldene Friedenstaube von Schiaparelli zierte schon Lady Gaga an der Inauguration von Joe Biden und Kamala Harris. Und mit der grünen Hulk-Brustplatte versorgte das Label Kim Kardashian mit einem Weihnachtslook der anderen Art. Schiaparelli steht für Surrealismus – und was könnte passender sein für diese Zeit?

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Aufbruch in der Enge

Einer fährt immer gegen die Wand, bleibt irgendwo stecken, hängt fest. Das Thema zieht sich durch die ganze «Graduate Show» des Instituts für Mode-Design der Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst. Dabei sind die Abschlussarbeiten der Bachelor- und Master-Studierenden von Natur aus genau das Gegenteil: Sie stehen für den Aufbruch, die Arbeit an der Grenze – für die Zukunft. Diese Entwürfe müssen sich noch nicht verkaufen, sie müssen nicht tragbar sein und nicht einmal gefallen. Das ist der Moment, in dem die Mode noch alles sein kann und nichts sein muss. Die verheissungsvolle Präsentation im Kunstmuseum Basel gibt es hier auf Video.

Die Macht der Mode

Die Gewerkschaften der Bekleidungsindustrie in Burma fordern die Modebrands auf, sie in ihrem Kampf gegen die Militärjunta zu unterstützen. Viele Textilarbeiterinnen, die sich an den prodemokratischen Protesten beteiligen, erleiden Repressionen vom Fabrikmanagement, werden eingeschüchtert, bedroht oder gar entlassen. Seit dem Militärputsch vom 1. Februar gehen Polizei und Armee äusserst brutal gegen Demonstrierende vor. Das Land, dessen Bekleidungsindustrie einen Exportanteil von fast 30 Prozent aufweist, steht an der Schwelle zu einem Bürgerkrieg.

Die Mode der Macht

Endlich wieder ins Museum! Im Textilmuseum St. Gallen eröffnet heute «Robes Politiques – Frauen Macht Mode». In fünfzig textilen Objekten, ergänzt von Videos, Dokumenten und Fotografien, thematisiert die Ausstellung das Spannungsfeld von weiblicher Macht, Idealisierung und Skandal. Von 1549 bis heute, von Kaiserin Sissi über First Lady Jackie Kennedy bis zu Bundesrätin Karin Keller-Sutter.

Portrait of the Ladies

Chanel lanciert ein Förderprogramm für die Künste. Der «Next»-Preis wird an zehn Künstlerinnen und Künstler verliehen aus Musik, Tanz, Bildender Kunst oder Performance. Die Preise sind mit 100 000 Euro dotiert. Ausserdem unterstützt der Kulturfund Projekte und Kollaborationen, etwa mit der National Portrait Gallery in London. Dort finanziert der Fonds ein Team, das die Darstellung von Frauen in der Sammlung und der Galerie nach deren Wiedereröffnung 2023 erforschen und verbessern soll.

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