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Mode Suisse 2026: Die 5 Lieblingslooks der Redaktion

Mode Suisse 2026: Die 5 Lieblingslooks der Redaktion

Unsere Modeprofis haben sich am Montag bei der Mode Suisse die neusten Kreationen der Schweizer Designtalente angesehen. Hier sind ihre Favoriten.

  • Von: annabelle
  • Bilder: Alexander Palacios; Collage: annabelle

Siegenthaler

Von allen Labels hat mich Siegenthaler am meisten überzeugt. Die 19-teilige Kollektion wirkt durchdacht und gleichzeitig überraschend leicht. Besonders gefällt mir die Modularität der Entwürfe, die sich unterschiedlich tragen und an verschiedenste Situationen anpassen lassen – so kann ein Hemd beispielsweise auch als Jupe getragen werden.

Die kontrollierte Unordnung dieses Looks erinnert mich an Y/Project. Kein Zufall: Nach seinem Abschluss an der HEAD Genf wurde Duc Siegenthaler von Glenn Martens begleitet. Diese Verbindung spürt man – und genau die Mischung aus Konzept und Tragbarkeit macht das Label für mich so spannend. – Head of Fashion ad interim Mariella Ingrassia

 

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Louis Origine

Eins vorweg: Ich bin kein Fan von «lustigen Sprüchen» auf Textilien. Funktioniert nur sehr selten, fragt mal Melania Trump. Dieses zauberhafte Stück von Louis Origine hingegen könnte die berühmte Ausnahme sein, die die Regel bestätigt, weil dem Designer:innen-Paar die Balance zwischen Humor und Klamauk gelingt.

Mir fallen auf Anhieb einige Situationen ein, in denen dieses Piece eine nette Pointe liefern könnte. Beim Schlussmachen zum Beispiel. Oder nach einer gescheiterten Lohnverhandlung. Vor allem aber funktioniert das Stück, weil es aus hochwertigen Materialien gefertigt ist, in dezentem Navyblau-Farbverlauf gearbeitet wurde und mit präzisem Tailoring überzeugt. – Head of Digital Publishing Jacqueline Krause-Blouin

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Rework und Christina Seewald

Bei der gestrigen Ausgabe der Mode Suisse haben mich vor allem die Männerlooks überzeugt. Spätestens seit Timothée Chalamet in Neckholdertops aus Seide über den roten Teppich schreitet und Jacob Elordis Handtaschensammlung mehr beeindruckt als die seiner Vielleicht-Fling-vielleicht-Freundin Kendall Jenner, bin ich allergisch gegen Typen, die aus Prinzip nichts tragen wollen, das ihnen «zu feminin» scheint.

Get over that toxic masculinity and have some fun, Kevin. Meine Favoriten: das Spitzenhemd von Rework und das halbseitig transparente Tank von Christina Seewald. – Stv. Chefredaktorin Leandra Nef

Blanca Bianchi

Ich richte meine Aufmerksamkeit meist auf die Doing-Fashion-Absolvent:innen und bin immer sehr gespannt, was die jungen Talente präsentieren. Dieses Mal sind mir die Looks von Blanca Bianchi ins Auge gefallen.

Ihre Arbeit wirkt erfrischend, neu, verspielt und konzeptionell superspannend. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit dem Schaufenster als juristische Metapher auseinander, in der die Passantin zur Richterin über die Mode wird. Ein Name und ein Konzept, die man im Auge behalten sollte. – Fashion Editor ad interim Noëmi Leonhardt

Christina Seewald

Christina Seewald ist international schon lange keine Newcomerin mehr. Die gebürtige Wienerin kleidete bereits FKA twigs für ihre Eusexua-Tour ein, und die Kreationen ihres gleichnamigen Labels sind unter anderem bei Voo Store erhältlich. Nun war sie erstmals auf der Mode Suisse zu sehen.

Nicht nur ihre Philosophie, auf eine bewusste Materialbeschaffung zu setzen und grösstenteils inhouse zu produzieren, haben mich überzeugt. Die detaillierten Strickkreationen in einer hauptsächlich neutralen Farbpalette strahlen eine Weiblichkeit aus, die gleichzeitig zart und unglaublich selbstbestimmt wirkt. – Modepraktikantin Alina Pohl

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