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Der Katzendaddy

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Der Katzendaddy

  • Text: Claudia Senn; Fotos: Walter Chandoha

Walter Chandoha, der Pate der Katzenfotografie, verstarb Anfang Jahr mit 98 Jahren. Glücklicherweise hat er uns ein zauberhaftes Coffee-Table-Book hinterlassen, das nun erschienen ist.

In einer kalten Winternacht im Jahr 1949 fand Walter Chandoha ein graues Kätzchen, das zitternd vor ihm im Schnee hockte. Chandoha setzte es vorsichtig in seine Manteltasche und brachte es heim zu seiner Frau Maria in Queens. Und weil Loco, so nannten die beiden den wilden Kerl, so urkomisch mit seinem Spiegelbild schattenboxte, begann Chandoha, den neuen Mitbewohner zu fotografieren. Das war der Beginn einer grossen Karriere.

Chandoha wurde zum Paten der Katzenfotografie, und dies zu einer Zeit, in der noch niemand etwas von Grumpy Cat, Choupette und all den anderen prominenten Samtpfoten, die später kommen sollten, ahnte. Dutzende von Katzen lebten in seinem Haus und in der angrenzenden Scheune. Er fotografierte für die Katzenfutterwerbung, aber auch für Magazine wie «Life» und «National Geographic».

Als Chandoha am 11. Januar dieses Jahres mit 98 Jahren starb, hinterliess er der Nachwelt rund 90 000 Katzenfotos. Die schönsten versammelt nun ein prachtvoller Bildband, der das Herz jeder Katzennärrin in Entzücken versetzt. Ein wunderbares Vermächtnis des «Masters of Miau».

Walter Chandoha: Cats. 1942–2018. Taschen-Verlag, Köln 2019, 296 Seiten, ca. 45 Franken bei Ex libris.

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1.

Um den richtigen Moment zu erwischen, brauchte Chandoha Geduld, Gefühl und jede Menge Leckerli

2.

Eines von Chandohas berühmtesten Bildern. Titel: The Mob

3.

Einige von Chandohas Models posieren für eine Fotostrecke in einem Magazin

4.

Tochter Maria füttert einige der zahlreichen Familienkatzen

5.

Loco, Chandohas erster Kater, der seine Karriere ins Rollen brachte

6.

Buchcover

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