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Spa-Hotel-Tipp: Das «Selman» in Marrakesch

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Spa-Hotel-Tipp: Das «Selman» in Marrakesch

  • Redaktion: Christina Schildknecht; Text: Silvia Binggeli; Fotos: Karin Heer

Kleine Fluchten mit grosser Wirkung: Wir reisen in alle Himmelsrichtungen mit nur einem Ziel – ein paar Tage Energie tanken für Körper und Seele. Neun Spa-Hotels mit umfassenden Behandlungsangeboten.

Da flammte bei unserer stellvertretenden Chefredaktorin Silvia Binggeli eine alte Liebe auf: zu den Pferden, auf deren Rücken sie durch ihre Kindheit galoppiert ist. In Marrakesch fand sie einen neuen vierbeinigen Liebling: Asmar, ein stolzer Araberhengst, der an Shows auf der ganzen Welt Preise gewinnt. Aber auch ganz handzahm sein kann.

Sofort komme ich in Tausendundeiner Nacht an: Von meiner Suite mit Mosaiksteinboden und marokkanischen Lampen an der Decke führt der Weg durch Korridore mit gedämpftem Licht, vorbei an purpurnen Samtvorhängen und Mashrabiya-Fenstern.

Jacques Garcia, der französische Stararchitekt, der das Luxus-Spa-Resort Selman in Marrakesch ermöglicht hat (ihm gebührt für diese Oase ewiger Dank), hat sich beim Entwerfen vom mystischen Orient inspirieren lassen.

Die beruhigende Wirkung lässt nicht auf sich warten. Mein Gang wird langsam, die Atmung ruhig, ich fühle mich wie eine Prinzessin, umwandle verzaubert ein Becken im Innenhof, in dessen Wasser Licht mit Schatten spielt. Draussen führt meine Reise einen achtzig Meter langen Pool entlang, zwischen Palmen hindurch, zu den Stallungen.

Eine Araberzucht gehört zum Selman dazu

Zum «Selman» – Besitzer des Hotels sind die Geschwister Saida und Abdeslam Bennani Smires – gehört auch eine Araberzucht. Die Hengste stehen ruhig in ihren Boxen. Doch sobald ihr Pfleger Driss naht, spitzen sie die Ohren. Driss’ Vater betreute einst Pferde im marokkanischen Königshaus. Und auch der Sohn führt diese Ur-Botschafter der arabischen Kultur mit dem Fingerspitzengefühl eines Meisters.

Draussen beschnuppern sich unter seiner Aufsicht zwei Hengste, steigen dann, mit spitzem Geschrei, einer nach dem anderen, mit den Vorderbeinen in die Höhe, demonstrieren stolz ihre Schönheit.

Die Hengste gewinnen an Shows auf der ganzen Welt regelmässig Preise. Tagsüber grasen sie auf Einzelweiden vor dem Hotel, schiessen immer wieder unvermittelt wie Blitze von einer Ecke in die andere und bieten den Gästen ein faszinierendes Schauspiel kraftvoller Erhabenheit.Auch die Araberzucht macht den Zauber des Selman-Hotels aus, eines der besten Häuser in Marrakesch, diesen Frühling nach fünfjährigem Bau eröffnet.

Das Spa Espace Vitalité Chenot

Ich bin bereits vollkommen entspannt und habe den Alltag weit hinter mir gelassen, als ich den eigentlichen Höhepunkt meines Aufenthalts erlebe: den Besuch des Spa Espace Vitalité Chenot. Die Wellnessmethode, die mich hier erwartet und gleich endgültig von der Realität entfernt, wurde vom Franzosen Henri Chenot entwickelt, einem studierten Biologen, Doktor der Philosophie und Psychologie, Kenner der Phytokosmetik, Phytotherapie und der Chinesischen Medizin.

Die Therapie basiert auf dem von Chenot entwickelten Konzept der biontologischen Medizin, die den Körper tiefenentschlacken soll. Im italienischen Meran hat er 1980 sein legendäres Kurzentrum Espace Henri Chenot eröffnet. Heute bieten ausgewählte Häuser weltweit seine Methode an.

Ich beginne mit der Hydrotherapie, schlummere in einem Bad, in dem Massagedüsen gezielt mein Bindegewebe bearbeiten, Farblämpchen sorgen dabei für ein betörendes Lichtspiel. Wohlig warm von Hals bis Zeh in Fango eingepackt, wird mein Körper später auf einem «Luftbett» so richtig schön entgiftet.

Schliesslich folgt eine herrliche Massage, bei der die Therapeutin mithilfe von Vakuumgläsern den «wellenartigen Rhythmus meiner Lymphflüssigkeit anregt» und Energieblockaden löst. Dasselbe Glück wartet auch auf mein Gesicht. Henri Chenot ist überzeugt, dass diese ganzheitliche Therapie verjüngend wirkt – ich übrigens auch!

Leichte Ernährung unterstützt die Kur: morgens ein Joghurt, Früchte und wenig Brot, mittags Salat, eine Melonensuppe und Bulgur, abends Fisch. Die übrigen verführerischen Gerichte von Chef de cuisine Ludovic Gomiero müssen in Gottes Namen vorerst warten, ebenso der herrliche marokkanische Wein Terres Rouges. Stattdessen schlürfe ich brav frischen Minztee – ohne Zucker natürlich. Völlig in Ordnung. Denn meine Sinne sind ohnehin längst tausendundeinmal betört.

Fünfsternehotel Selman
Marrakesch, Marokko
Tel. 00212 524 45 96 00
www.selman-marrakech.com
Zimmer ab 450 Fr. (ohne Essen), die Chenot- und andere Behandlungen erfolgen nach individueller Absprache mit den Spezialisten (zum Spa gehört auch ein Hamam), Chenot-Basisbehandlung ab ca. 300 Fr./Tag
direkte Flüge mit Swiss ab ca. 500 Fr.

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