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Stadt & Stil – mit Cloudy Zakrocki

Stil

Stadt & Stil – mit Cloudy Zakrocki

  • Text: Leandra Nef
  • Bilder: Cloudy Zakrocki, Shutterstock; Collage: Leandra Nef

In unserer Rubrik «Stadt & Stil» stellen wir Frauen vor, deren Look und Lebensart wir feiern. Wir verraten, wo sie einkaufen, Cocktails schlürfen, schlemmen, wie sie ihre Wochenenden verbringen, wohin sie ihre Dates ausführen – und was sie dabei tragen. Heute: Autorin, Expertin für digitale Medien und Gründerin des Interiorbrands Hand in Hand Cloudy Zakrocki (34) aus Berlin.

annabelle: Wo leben Sie?
Cloudy Zakrocki: Berlin-Mitte.

Ihr Lieblingscafé für Brunch?
«Heide’s Deli» am Wasserturm. Heide macht die feinsten Pancakes der Stadt, ausserdem kann man im Frühling und Sommer wunderbar draussen sitzen. Für einen Hangover-Brunch empfehle ich das «Allans Breakfast Club & Wine Bar» um die Ecke. Dort bekommt man Eggs Benedict, French Toast und die beste Bloody Mary. Wer in Kreuzberg unterwegs ist, sollte die aussergewöhnlichen Brunch-Kreationen des «Annelies» checken.

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«Hier kann man herrlich Leute schauen.»

Cloudy Zakrocki

Ihr Lieblingsrestaurant? 
Am häufigsten trifft man mich im «Grill Royal», mein zweites Wohnzimmer. Ich kenne dort immer Leute und kann zwischen den Gängen von einem Tisch zum nächsten hüpfen. Der Kopfsalat ist ein Klassiker auf der Karte – klingt nach wenig, schmeckt aber super. Auch ein Favorit: das «Crackers» von Club-Legende Cookie. Das Essen ist regional, der Vibe einzigartig. Unbedingt das Beef Tatar probieren. Ausserdem das «893 Ryōtei» für japanische, «Simsim» für levantinische, «Lokal» für regionale und das kürzlich eröffnete «Klinke Berlin» für deutsche Küche. Für Pizza und Büffelmozzarella-Glace (ja, richtig gelesen) natürlich das «Gazzo» in Neukölln.

Ihre Lieblingsbar für Dates?
Leider schliessen in Berlin super viele Bars, weil sich die Anwohner beschweren. Deshalb bleibe ich meistens einfach im Restaurant sitzen. Da ich keinen Wein vertrage, trinke ich Wodka Soda, Espresso Martini und gelegentlich einen Aperol Spritz. Die einzige Bar, in die es mich regelmässig verschlägt, ist die «Bar Milano» in Mitte. Hier ist immer was los und man kann herrlich Leute schauen.

Das beste Spa?
Holistic Berlin. Daniela hat ein so umfassendes Wissen über Inhaltsstoffe und deren Einfluss auf den Körper.

Ihr Nummer-eins-Coiffeur?
Bei meinen Haaren bin ich pingelig. Seit über acht Jahren darf nur Amy Adams ran, die mit Amywho nun ihren eigenen Salon in Kreuzberg hat.

Das Gym Ihrer Wahl?
Ich mache keinen Sport. Schlimm, ich weiss.

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«Es gibt nichts Schöneres, als über Flohmärkte zu schlendern.»

Cloudy Zakrocki
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Wo kaufen Sie Mode?
Am Wochenende gibt es für mich nichts Schöneres, als über Flohmärkte zu schlendern und nach aussergewöhnlichen Stücken zu stöbern. Auch in den Ferien: Meine absoluten Lieblingsmärkte sind der Melrose Trading Post in Los Angeles und Las Dalias auf Ibiza.

Und Schmuck?
Auf Reisen. Meine linke Hand zieren ausserdem zwei Ringe meiner Mama und Oma, die ich nie ablege. Und mein rechtes Handgelenk eine Vintage-Rolex aus meinem Geburtsjahr, die ich mir damals zu meinem Vice-President-Titel beim globalen Medienunternehmen Refinery29 geschenkt habe. Ansonsten liebe ich den Schmuck meiner Freundin Dari Maximova, Maximova Jewelry. Und die Schmuckstücke des Mutter-Tochter-Duos Tyla Lato.

Ein Möbelstück, auf das Sie lang gespart haben?
Als ich in meine aktuelle Wohnung gezogen bin, habe ich mir endlich zwei Tisch-Träume erfüllt: den ovalen Marmor Tulip Table von Eero Saarinen und den Coffee Table von Isamu Noguchi. Auch mein quietschgrünes Sideboard von USM war ein gutes Investment.

Wo kaufen Sie Wohnaccessoires?
Design-Klassiker kaufe ich bei Design Bestseller, dort sind Kundenservice und Beratung top. Alle anderen Möbel und Accessoires auf Flohmärkten – am liebsten auf dem am Arkonaplatz – oder auf Reisen. Ich habe mehr als einmal Leuchten im Handgepäck nachhause geschmuggelt.

«Die Stadt saugt dich ein, du kannst dich treiben lassen.»

Cloudy Zakrocki

Ein Hotel, in das Sie unbedingt mal (wieder) einchecken möchten?
Durch meinen Job habe ich das grosse Glück, oft zu reisen – etwa zehn Jahre lang sass ich jede Woche im Flieger – und immer in grossartigen Hotels unterzukommen. In London liebe ich «The London Edition», in Los Angeles das «The Line LA», an der Ostsee das «Grand Hotel Heiligendamm», auf Bali das «Alila Villas Uluwatu» und für die Mittelmeer-Region empfehle ich die «Casa Cook»-Boutiquehotels. Wenn ich privat verreise, miete ich meistens ein Airbnb.

Was unternehmen Sie an einem perfekten Wochenende in Berlin?
Das Geniale an einem Wochenende in Berlin – vor allem im Frühling und Sommer – ist ja, dass die Stadt dich einsaugt und du dich herrlich treiben lassen kannst. Weil ich unter der Woche sehr viel arbeite, sind meine Wochenenden strikt fürs Privatleben reserviert. Ein perfekter Sonntag startet in Mitte oder Prenzlauer Berg mit einem Brunch mit Freunden in der Sonne. Anschliessend der obligate Besuch auf einem Flohmarkt, von dort weiter nach Kreuzberg, um mit einem Glace in der Hand dem Paul-Lincke-Ufer entlang zu flanieren und sich abends nochmal ganz woanders im Outdoor-Bereich eines Restaurants mit Freunden auf Dinner und Drinks zu treffen – und vielleicht hat man dann ja noch Lust, für ein, zwei Stündchen tanzen zu gehen. Sommer in Berlin ist das Beste.

Eine Freizeitaktivität in Berlin, die nichts kostet?
Mit den Rollerskates auf dem Tempelhofer Feld ein paar Runden drehen, mit einem Radler am Planufer abhängen oder mit dem Velo von einem Stadtteil zum nächsten radeln und sich von den Eigenheiten der Kieze verzaubern lassen: Das alles ist unbezahlbar und macht Berlin aus.

Ihr Nachhaltigkeitstipp?
Interior und Kleidung secondhand kaufen. Vielen ist die Suche zu zeitaufwendig, aber so findet man Stücke, die sonst niemand hat.

«Nur wer hart arbeitet und privat zurücksteckt, kann es bis nach oben schaffen.»

Cloudy Zakrocki

Ihr aktuelles Projekt?
Mein Interiorbrand Hand in Hand, den ich eben erst gelauncht habe und durch den ich meine grosse Leidenschaft für Inneneinrichtung noch mehr ausleben kann. Ausserdem der Aufbau meiner eigenen Agentur – ich arbeite nie nur an einer Sache.

Ein Karrieretipp?
Die Ärmel hochkrempeln. Es wird ja gern das Bild vermittelt, dass man Karriere machen und gleichzeitig ein gechilltes Leben mit bester Work-Life-Balance führen kann – da bin ich anderer Meinung. Nur wer hart arbeitet und privat zurücksteckt, kann es bis nach oben schaffen.

Wer inspiriert Sie auf Instagram?
Blanca Miró mit ihren Outfits und ihrem Stil. Ansonsten dient mir die Plattform weniger als Inspirationsquelle – es geht viel Authentizität verloren, weil mittlerweile alle so bewusst posten –, sondern mehr zur Weiterbildung. Gerade Frauen wie Louisa Dellert oder Kristina Lunz sollte man unbedingt folgen.

Und wer abseits von Social Media?
Meine wundervollen Eltern und Freunde, von denen viele gar nicht auf Social Media sind. Und als kreativer Mensch natürlich auch sonst sehr viel: die Menschen auf der Strasse, die Natur, das Reisen, Musik, Literatur, Kunst, Kultur.

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