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Zuhause bei Sisley: Living Beauty

Stil

Zuhause bei Sisley: Living Beauty

  • Text: Nicole GutschalkFotos: Joanna HerndersonStyling: Laurence Pasquier

Schönheit ist für Christine d'Ornano äusserst wichtig, immerhin ist die Französin Juniorchefin der Kosmetikmarke Sisley. In ihrem Londoner Haus hat die dreifache Mutter ein farbenfrohes Paradies für ihre Familie eingerichtet - mit viel Liebe zum Detail und Flair fürs Schöne.

Mit Schönheit ist Christine d’Ornano, Juniorchefin der französischen Kosmetikmarke Sisley, aufgewachsen. Für ihre eigene Familie hat die Tochter des Firmengründers in London, wo sie die englische Niederlassung des Labels leitet, ein farbenfrohes Paradies eingerichtet – mit viel Liebe zum Detail und Flair fürs Schöne.

«Seit meine Kinder auf der Welt sind, hat sich mein Leben massiv verändert», sagt Christine d’Ornano und setzt beinahe etwas wehmütig hinzu: «Früher begann für meinen Mann und mich der Tag stets mit einem Cappuccino und einem Croissant in einem Café um die Ecke.» Das gemütliche Morgenritual ist mittlerweile dem Familienalltag gewichen: Alma (6), Isabelle (6) und Inès (3) werden angekleidet, es wird zügig gefrühstückt, kurz über den Tagesablauf gesprochen, und danach fährt Christine d’Ornano ihre drei Töchter zur Schule beziehungsweise in den Kindergarten.

Als es darum ging, sich in London ein Nest einzurichten, stiessen Christine d’Ornano und ihr Mann, der kuwaitisch-libanesische Financier Marzouk al-Bader, auf ein Townhouse in Notting Hill. Ein Haus, das von aussen kaum aus der Reihe tanzt – ein kleiner Vorgarten, Sprossenfenster und eine hochglanzlackierte Eingangstür. Tritt man jedoch ins Innere, taucht man in eine wundersame Welt aus Farben, Bildern und kunstvollen Möbeln. Wobei der eigentliche Wert dieses Lebensraums für die Hausherrin nicht in seinen Objekten besteht: «Wenn Sie mich nach dem bisher grössten Luxus meines Lebens fragen, dann war es, dieses Zuhause für meine Familie schaffen zu können», sagt Christine d’Ornano. Für die Bestückung ihres Eigenheims durchstöbert das Ehepaar Antiquitätenläden, Möbelhäuser und Kunstgalerien, in der Auswahl sind sie sich immer einig.

«Selbst unsere Freunde sind erstaunt, wie unglaublich gut Marzouk und ich in Einrichtungsfragen harmonieren», sagt Christine d’Ornano, und es schwingt ein gewisser Stolz in der Stimme mit. Einzig in Sachen Fernseher musste das Paar nach einem Kompromiss suchen. «Da ich kein besonderer TV-Fan bin, haben wir extra für Marzouk ein kleines Fernsehzimmer eingerichtet – in dem sich jetzt die ganze Familie drängelt, um gemeinsam einen Film zu schauen.»

Alle Räume, ob gross oder klein, sind nach dem Gute-Laune-Prinzip eingerichtet, und deshalb geben allenthalben Farben den Ton an. Ob Zitronengelb, pudriges Rosa oder Rottöne, das Leben in diesen vier Wänden ist bunt. Und bereichert von Kunst, mit der das Paar einen ganz entspannten Umgang pflegt: «Bilder, Skulpturen oder Installationen sind für uns keine Geldanlage – Kunst soll primär für eine fröhliche, beschwingte Stimmung sorgen, nicht auf ein Podest gestellt werden, sondern in die Lebenswelt integriert sein», sagt die 35-Jährige. Was sie im Haus d’Ornano-al-Bader auch ist. So hängt ein Gemälde des englischen Künstlers Gary Hume neben einer Neonröhrenskulptur von Tracey Emin, ebenso prominent platziert sind die Familienfotos, simpel mit Nadeln an die Wand gepinnt. Zu den Kunstwerken und Familienporträts im Wohnzimmer gesellen sich Leuchten aus den Fünfzigerjahren, eine französische Kommode aus dem 17. Jahrhundert, ein roter Sessel von Gerrit Rietveld und ein himmelblaues Chesterfield-Sofa. «Mein Mann und ich lieben es, Modernes mit Klassischem zu mixen», sagt Christine d’Ornano.

Dabei stammen die antiken Stücke im Haus zu einem grossen Teil aus dem Familienfundus der d’Ornanos. «Meine Eltern sammeln schon seit Jahrzehnten Möbel, neuerdings räumen sie ihr Haus aber regelmässig um und tauschen Klassisches gegen moderne Stücke aus», sagt Christine d’Ornano. Gut für die Tochter, denn die nutzt immer wieder die Gelegenheit, um Vintage-Stücke von ihren Eltern «abzustauben». So auch die Louis-XVI-Stühle, die Christine d’Ornano mit zitronengelbem Leder aufmöbelte. Wenig überraschend eigentlich, dass sie sagt: «Ich hätte mir auch gut vorstellen können, Möbeldesignerin zu werden.»

Es kam aber anders. Bereits als junge Frau trat Christine d’Ornano – Tochter einer polnischen Mutter und eines französischen Vaters – das Familienerbe an. «Ich war 24, als mein Vater mich darum bat, die Niederlassung von Sisley in Mexiko zu leiten und von dort aus den lateinamerikanischen Markt zu betreuen», sagt Christine d’Ornano. «Das war für mich natürlich eine Riesenchance, und ich überlegte nicht lange, ob es für mich noch andere berufliche Alternativen gegeben hätte», auch weil sie um die grossen Vorteile gewusst habe, die eine Karriere im familieneigenen Unternehmen mit sich bringt: «Als Eigentümer ist man in die kreativen Belange direkt involviert. Da es um das eigene Geld geht, spekuliert man nicht, sondern investiert in langfristige und sinnvolle Projekte.» Christine d’Ornano hielt sich zwei Jahre in Mexiko auf, bis die Sisley-Tochtergesellschaft in London eröffnet wurde und sich auch dieses Mal der Patron Hubert d’Ornano bei seiner Tochter meldete, um sie für diesen Job anzuwerben.
«Ich war nicht gerade begeistert, nach London zu ziehen», sagt Christine d’Ornano und ergänzt: «Ich hatte Lateinamerika mittlerweile ins Herz geschlossen und wäre – wenn schon – lieber nach Paris gezogen, wo Sisley seinen Hauptsitz hat.» Heute bereut sie es aber keine Sekunde, in der Stadt an der Themse zu leben. «Auch für meine Kinder ist London eine grossartige Stadt. Überall gibt es Parks oder Spielplätze, wo sich die Kinder austoben können», sagt sie. «Schwieriger wird es wohl, wenn meine Mädchen in die Pubertät kommen, dann könnte London unter Umständen zur Überforderung für sie werden, da das Leben in so einer pulsierenden Weltstadt sehr schnell ist.»

Aber vielleicht findet die Pubertät auch gar nicht hier statt. Auf die Frage nämlich, wohin es die Beauty-Erbin als Nächstes auf dieser Welt verschlagen könnte, sagt sie, ohne lange überlegen zu müssen: «Biarritz. Mein Mann hat gerade mit dem Surfen angefangen; das wäre ein idealer Ort für ihn, um seinem neuen Hobby nachzugehen.»

Schönes Erbe
Als Hubert d’Ornano 1976 sein Kosmetikunternehmen Sisley in Paris gründete, waren Themen wie botanische Inhaltsstoffe, ätherische Öle oder Pflanzenkosmetik noch nahezu unbekannt. Grund genug für Hubert d’Ornano, genau damit seine Firma in der obersten Liga der Kosmetik zu positionieren. Innert kürzester Zeit wurden Produkte wie die Émulsion Écologique oder die Sonnencrème zu Verkaufsschlagern.

Hubert d’Ornano konnte zudem auf die Unterstützung der ganzen Familie zählen: Von Anfang an kümmerte sich seine Frau Isabelle um die Produkteentwicklung, sie ist für die Düfte der Marke, wie Eau de Campagne, Eau du Soir oder die neuen Colognes, verantwortlich. Später übernahmen auch die Kinder Aufgaben in der Firma. Inzwischen ist Sohn Philippe d’Ornano General Manager und Tochter Christine Vize-General-Manager. Diesen Herbst lanciert das Familienunternehmen ein neues Gesichtsserum unter dem Namen Sisleÿa Sérum Global Fermeté.

www.sisley-cosmetics.com

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