Comedy

Esther Schaudt: Die Königin der Vorurteile

Text: Daniele Muscionico; Fotos: Gian Marco Castelberg

Kampfmütter und freche Seconda-Gören: Die Einsiedler Kabarettistin Esther Schaudt schöpft aus eigener Erfahrung.

Sie ist die Unentdeckte, die heimliche Starkabarettistin aus Einsiedeln: Esther Schaudt, die falsche Seconda, die Stimme der wortlosen Generation Raser/Schläger/Kopftuchträger.

Schaudt kennt die Helden ihrer Soloprogramme aus ihrer Arbeit als Pädagogin – Albana aus Südosteuropa, Sek-C- Schülerin auf Lehrstellensuche zum Beispiel: «Mim Lehrer, dem Gölti, de wott mich abschiebe im Fall! In so ne gschissnigi Lehrstel, he! Scharggütriverchäuferi im Coop! Ich bin Muslimin, he!»

Wilde Weiber, freche Gören

Ihr neustes Soloprogramm «Schlüsselreize» dreht sich ums Kinderkriegen und Kinderhaben und ist ein Panoptikum starker Frauenfiguren. Und keine bringt dabei Kampfmütter besser auf den Punkt als Schaudt dank ihrer ureigenen Erfahrung.

Bei «Evelin Kappeler ohni Bindestrich Hürzeler» geniesst der Nachwuchs Mitspracherecht in jedweder Lebenslage. Schaudts Kerngeschäft hat mehr Publikum verdient. An «Schlüsselreiz» übrigens haben auch Nichtbekinderte ihren Spass.

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