Heft 19/15

Sehr belebend: Film-Tipp «La vanité»

Redaktion: Frank Heer; Text: Mathias Heybrock

Sehr belebend: Film-Tipp «La vanité»
  • Sterben mit Turbulenzen: Adrien Barazzone (l.) und Ivan Georgiev

Sehr belebend … so ein Todeswunsch! Lionel Baiers liebenswert-böses Drama «La vanité».

Ein Motel im US-Stil, eine Grossaufnahme von einem Duschkopf, eine unheimliche Filmmusik: ganz schön psycho, der neue Film des Lausanners Lionel Baier. Erzählt wird die Geschichte des krebskranken Architekten ebenjenes Motels, der sich Sterbehilfe wünscht. Ob jedoch eine spanische Putzfrau (toll: Carmen Maura) sowie ein russischer Stricher die Richtigen sind, um ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen? Makabre, still vor sich hin schwelende Boshaftigkeit prägt dieses Drama, genauso jedoch innige Güte und Menschenliebe. Man braucht allerdings ein bisschen Geduld für das langsame, dialogsatte Werk.

— Ab 22. 10.: «La vanité» von Lionel Baier, dessen 75 Minuten kurzer Film nach dem Kino noch jede Menge Zeit zum Plaudern lässt

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