Vollmond im Schützen am 31. Mai 2026: Die Wahrheit, bitte! Geschüttelt, nicht gerührt!
Dieser Vollmond im Schützen am 31. Mai 2026 will Klartext, schreibt unsere Astro-Fee Alexandra Kruse. Was sonst noch wichtig wird, lest ihr hier.
- Von: Alexandra Kruse
- Bild: Unsplash
Der 2-Eier-Tag begann, wie es sich für einen 2-Eier-Tag gehört: frühmorgens im Bett. Auch wenn man im Morgengrauen seine Morgenroutine diszipliniert bis zum Umfallen hätte absolvieren können, alle wichtigen Daten tracken und mal wieder irgendwas optimieren – sah es eher nach einer langen, intensiven Aufwachphase aus.
Meine Träume sind derzeit irgendwo zwischen plutonischer Apokalypse und Avengers-Endgame-Blockbuster (ich blame das Universum) – heute Nacht verabschiedete sich die Seele meiner verstorbenen Schwester in einem Heliumballon über einer Geisterstadt irgendwo zwischen Dies- und Jenseits.
Klar, dass man dann einfach noch ein bisschen liegen bleiben und dem Tag beim Aufstehen zusehen muss. Wie sonst sollte man das Ganze gestalten. Meine Sehnsucht nach einem kalten Bad im Fluss wurde minütlich grösser.
Channeling Marilyn Monroe
Also kochte ich mir zwei Eier, steckte sie wie ein guter Gangster in meine Hosentasche. Channeling Marilyn Monroe. Die Ikone aller Ikonen und das Geburtstagskind der Stunde (sie würde kommenden Montag 100!) hat nämlich zum Frühstück immer zwei rohe Eier in warmer Milch verrührt und getrunken.
So machte ich mich auf den Weg in die Frauenbadi, mein Meerjungfrauen-Paradies, meine heilige Insel und mein Safe Space (regelmässige Leser:innen dieser Texte werden sich an meine musischen Lobgesänge erinnern).
Zu meiner grossen Überraschung war die halbe Redaktion in der Badi, wir haben Geburtstag gefeiert, gelesen, geschrieben, gebadet – alles quasi gleichzeitig, das ist die Magie der Zwillinge Sonne! So ist es richtig, weil am Ende ist es ja vollkommen egal, von wo Texte geschrieben werden.
Die (verdammte) Gleichzeitigkeit
Das Mittel der Stunde und die beste Medizin für eine Hitzewelle ist die komplette Regulation unseres Nervensystems, weil es ansonsten einfach schwierig und mühsam sein dürfte, durch die nächsten Tage zu kommen. Das Geheimnis der Zwillinge-Sonne ist die Dualität, die (verdammte) Gleichzeitigkeit – und das gilt es eben auszuhalten.
Mit uns in der Badi waren übrigens zwei klitzekleine Babyenten (wahrscheinlich aus meinen zwei Eiern geschlüpft), das wohl Flauschigste und Niedlichste, was man sich vorstellen kann. Die beiden waren in hellem Aufruhr, weil sie sich wagemutig viel zu weit von ihrer Entenmama entfernt hatten, quakten und riefen und schwammen zwischen den Badenden durch.
Der Erpel, der aufwachte, hatte nur ein müdes Auge für die verlorenen Entenkinder (was für eine Überraschung). Es wurden natürlich sofort eine Rettungsaktion angedacht, Pläne geschmiedet und dann im weiblichen Kollektiv entschieden, das Ganze Mutter Natur zu überlassen.
Auf dem Weg zu meinem Lunch (bitte jetzt nicht lachen: man servierte mir 4 Wachteleier, mein Proteinbedarf ist bis auf weiteres gedeckt!) sah ich, dass Mutter und Kinder wieder vereint sind. Lektion gelernt: Natur regelt. Also lassen wir sie – und schauen, was uns dieser Mond so an weiteren Einsichten liefert.
Grösser, lauter und ehrlicher als geplant
Und was er liefert, ist nicht gerade wenig. Das Ganze liegt irgendwo zwischen Champagner und Kamillentee, wenn der Mond am 31. Mai 2026 um 10:45 Uhr bei 9° Schütze seinen Höhepunkt erreicht und uns alle ein bisschen grösser, lauter und ehrlicher macht, als wir vielleicht geplant hatten.
Schütze. Das Zeichen, das viel, aber keine Halbwahrheiten duldet. Das Feuer-Zeichen, das mit dem Pfeil direkt ins Herz zielt – nicht aus Bosheit, sondern weil es gar nicht anders kann.
Dieser Vollmond will Klartext. Und er bekommt ihn. Zudem ist er ein Blue Moon, also schon der zweite Vollmond innerhalb des Mais, nach dem intensiven Skorpion-Vollmond zu Beginn des Monats.
Der Mai war viel
Ein Monat, der mit Tiefe begann und mit Feuer endet. Was beim ersten Vollmond noch offen blieb, was sich nicht vollständig zeigen wollte, bekommt jetzt eine zweite Gelegenheit, ans Licht zu treten. Und weil der Vollmond gleichzeitig ein Mikromond ist, ist er etwas kleiner als gewohnt – was er an Leuchtkraft spart, steckt er offensichtlich in Direktheit.
Der Mai war viel. Der Skorpion-Vollmond hat uns noch mal ganz viel alte Ängste, Enttäuschungen und unerwünschte Wahrheiten gezeigt. Dieser zweite Vollmond will Antworten, Erleuchtung und Erlösung. Das Universum, das sagt: Okay, Diva. Du hast überlebt. Was jetzt?
Gegenüber dem Mond steht die Sonne in einer engen Konjunktion mit Uranus in den Zwillingen: quasi die astrologische Version von «Plot Twist». Uranus bringt das Unerwartete. Neue Informationen. Den Anruf, den wir nicht kommen sahen. Die Erkenntnis, die alles umwirft.
Wenig Geduld mit Selbstlügen
Die Sonne in Zwillinge sammelt Informationen, stellt Fragen, zweifelt. Der Mond in Schütze sucht die Wahrheit, das grosse Bild, den Sinn dahinter. Gemeinsam bilden sie eine Achse des Geschichtenerzählens: Welche Narrative haben wir uns selbst über die Jahre erzählt? Und welche könnten wir uns erzählen, wenn wir uns endlich erlaubten, grösser zu denken? Die Frage ist: Was sehen wir jetzt, was wir vorher nicht sehen wollten?
Dieser Vollmond hat wenig Geduld mit Selbstlügen. Er beleuchtet, was wir uns eine Weile nicht genau angeschaut haben. Überzeugungen, die wir längst überholt haben; Versprechen, die wir still wieder vergessen haben; den Unterschied zwischen dem Leben, das wir führen, und dem, das wir eigentlich führen möchten.
Wegschauen fällt schwerer als sonst. Und: Der Vollmond wird von Saturn und Pluto unterstützt. Zwei Planeten, die eher nichts mit rücksichts- und vor allem haltlosem Optimismus und Überambition am Hut haben.
Moment of Relief
Das hier ist keine naive Gute-Laune-Energie. Es ist Hoffnung. Und das Wissen, dass durch echte Krisen, echten Schmerz und genaues Hinschauen Wunder passieren können und werden.
Wir haben uns diesen Moment of Relief verdient. Und genau deshalb dürfen wir ihn jetzt vollständig beanspruchen. Jupiter, der Herrscher des Schützen, wohnt noch einen Monat im Krebs, in echter Bestform.
Er bringt Grosszügigkeit, guten Willen, Heilung (okay, manchmal als Krise verkleidet, weil nicht alles schlecht ist, was wehtut!). Mitunter ist der Schmerz genau die Medizin, die wir brauchen. Oder auch: Never let a good crisis go to waste – denken wir an die Enten.
Der Song zu dieser Mondphase:
1.
1.
Die Wahrheit sagen. Auch wenn sie wehtut.
Nicht die nette Version. Nicht die Instagram-Version. Die echte. Dieser Mond ist der kosmische Moment, in dem wir uns selbst nicht mehr ins Gesicht lügen können. Also lassen wir es einfach. Wem schulden wir seit Monaten ein ehrliches Gespräch? Fangen wir mit uns selbst an. Der Rest kommt von allein.
2.
2.
Etwas buchen, das uns aus der Komfortzone schmeisst.
Schütze zeigt immer Richtung Horizont – und dieser Vollmond macht dabei keine Ausnahme. Entscheidungen, die wir vor uns hergeschoben haben, drängen jetzt an die Oberfläche. Nicht weil wir unter Druck geraten, sondern weil der Moment reif ist. Das muss kein Flug nach Bali sein – obwohl, warum eigentlich nicht? Ein Wochenende irgendwo alleine. Ein Kurs in etwas komplett Neuem. Eine Reise, die wir seit zwei Jahren vor uns herschieben. Das Universum steht auf GO. Was warten wir noch?
3.
3.
Den einen WhatsApp-Chat verlassen. Wir wissen welchen.
Den, bei dem wir beim Öffnen sofort erschöpft sind. Den, in dem seit Monaten dieselbe Energie kreist – Drama, Klatsch, kollektive Aufregung über nichts. Unser Nervensystem wird es uns danken. Unser innerer Friede auch. Und falls jemand fragt: «Ich hatte technische Probleme.» Ende.
4.
4.
Gross denken. Wirklich gross.
Jupiter ist gerade in Bestform, erhöht im Krebs, nah an der Venus. Sprich: warmherzig, grosszügig und ready. Das ist nicht der Moment für kleine Wünsche und bescheidene Visionen. Was wäre, wenn es klappen würde? Aufschreiben. Laut sagen. Was wir uns vorstellen können, kann unser Gehirn als real verarbeiten. Also: grösser denken, als wir uns trauen.
5.
5.
Das wichtige Gespräch endlich führen.
In der Nacht auf den 1. Juni bildet Merkur ein Sextil zu Chiron. Jemanden anrufen, dem wir etwas zu sagen haben. Den Brief schreiben, den wir nie abgeschickt haben. Oder ihn für uns selbst schreiben — und danach verbrennen. Unsere Geschichte ist noch nicht fertig geschrieben. Also: keep going. Okay? Okay!!!