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Redaktionsfavoriten: Unsere liebsten Podcasts

Redaktionsfavoriten: Unsere liebsten Podcasts

Sie begleiten uns in absolut allen Alltagssituationen von Abwasch bis Zugfahrt: Podcasts, die unterhalten, berühren oder bereichern. Wir verraten euch, was wir hören, wenn bei uns nicht gerade der annabelle-Podcast "Queens" läuft.

«Uncanny» – Tipp von Reportage-Chefin Naomi Gregoris

Darum geht's: In jeder Folge geht Host Danny Robins einer Spukgeschichte nach und redet dafür mit Betroffenen, Expert:innen fürs Paranormale und Skeptiker:innen. Die Geschichten decken die ganze Palette des Übernatürlichen ab: Poltergeister, UFO-Sichtungen, verhexte Telefone, Bigfoot-ähnliche Monster und Geister verstorbener Kinder, die mit Familien zusammenleben und casually in deren Haushalten rumspuken.

Deshalb ist der Podcast so gut: Ich hör ihn das ganze Jahr hindurch, aber gerade in der Halloween-Zeit holt mich «Uncanny» besonders ab: Top recherchierte Fälle (der Podcast ist von der BBC, was ich so verrückt wie fantastisch finde: Dass die seit Jahren so ein Fringe-Thema überhaupt ausstrahlen!), glaubwürdige Protagonist:innen mit komplizierten Gefühlen (Stichwort: herziges Geisterkind), gut produziert. Und in der Prämisse steckt eine Achtung gegenüber dem Ambivalenten, dem Nicht-Wissen-Können. Erfrischend angesichts der heutigen Podcast-Landschaft, die gefühlt nur noch zwei Kategorien kennt: Labern oder Erklären.

Für Fans von: Gruselgeschichten und einzigartigen Formaten. Ich mag diesen Podcast auch so sehr, weil es meines Wissens nichts Vergleichbares in der Qualität gibt.

«Dish» – Tipp von Redaktorin Sandra Brun

Darum geht's: Der britische Radiomoderator Nick Grimshaw und die Michelin-Sterneköchin Angela Hartnett (beide sehr sympa und herzig) laden Celebrities zum Essen und Erzählen ein. Hartnett kocht für die Gäst:innen und die wiederum servieren im Gegenzug juicy Geschichten. Ein Traum für Foodies und Fans gleichermassen – nicht jeden Tag verrät einem schliesslich Olivia Coleman ihre liebste Sandwichfüllung, hört man von Sam Smiths kulinarischen Kindheitserinnerungen und erfährt, was Florence Pugh zum Dessert mitbringt und gewährt ganz nebenbei noch superprivate Einblicke.

Deshalb ist der Podcast so gut: Weil es sich anfühlt, als würde man mit am Tisch sitzen und Teil einer sehr unterhaltsamen, sehr essensbesessenen Runde sein.

Für Fans von: einer Mischung aus Popkultur-Podcasts à la «Las Culturistas» und Kochvideos auf Insta – und britischem Humor.

«Rabbit Hole» – Tipp von Head of Digital Publishing Jacqueline Krause-Blouin

Darum geht's: Kerstin Hasse und Andrea Jansen nehmen in ihrem Podcast «Rabbit Hole» Frauenstereotype auseinander: von der Hexe bis zur MILF, zum Auftakt die Tradwife.

Deshalb ist der Podcast so gut: Für Popkulturphänomene habe ich bekanntlich ein grosses Herz und eine bedenklich geringe Bildschirmzeitdisziplin. Wie gut, dass sich jetzt zwei Frauen professionell in die Abgründe begeben, in denen ich sonst allein herumscrolle. Beide kenne, beobachte und bewundere ich schon lange. Kerstin war ausserdem viele Jahre Teil der annacrew – die Verbindung von Feminismus und Popkultur gehört bei ihr also zur Grundausbildung. Lustig und klug. Grosse Hörempfehlung.

Für Fans von: Popkultur, Feminismus und für alle, die nur kurz etwas googeln wollten und drei Stunden später die Tradwife-Bewegung erklären können.

«Sternstunde Philosophie: Zimmer 42» – Tipp von Moderedaktorin Noëmi Leonhardt

Darum geht's: In ihrem «Zimmer 42» spricht die Philosophin Barbara Bleisch (immer mit einer Tasse Ingwertee) mit ihren Gäst:innen über die grossen und kleinen Fragen des Lebens: Wie gehen wir mit Selbstzweifeln um? Wie halten wir die Liebe wach? Oder was macht eine gute Freundschaft eigentlich aus? Alles ganz ohne komplizierte Theorien oder fertige Antworten, dafür mit ganz vielem Denkfutter.

Deshalb ist der Podcast so gut: Die Themen kommen mitten aus dem Alltag. Ich sitze beim Zuhören regelmässig da und diskutiere stillschweigend mit. Die Gespräche hallen oft nach und sind Denkanstösse, die man mit Freund:innen weiterspinnen kann.

Für Fans von: Podcasts, die man nicht nebenbei hört, sondern bei denen man zwischendurch auf Pause drückt, um kurz weiterzudenken.

«Take me Späti» – Tipp von Assistentin der Chefredaktion Carolina Johansson

Darum geht's: Sara Arslan trifft sich mit deutschen Prominenten von Cro über Laura Abla bis Mark Forster in Berliner Spätis (sprich Rund-um-die-Uhr-Kioske) zu «Dates», auf denen sie ihrem Gegenüber clevere, entwaffnende Fragen stellt und ihre Gäst:innen ganz nonchalant auflaufen lässt.

Deshalb ist der Podcast so gut:  Ich finde ihre freche, provokante Art spannend, besonders wenn sie Männer herausfordert und gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten hinterfragt. Sie zeigt, dass Feminismus auch laut, humorvoll und unbequem sein darf.

Für Fans von: «Chicken Shop Date» von Amelia Dimoldenburg, quasi dem britischen Vorbild von «Take me Späti»

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