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Coming-out: Heimliche Schwärmereien für Promis

Leben

Coming-out: Heimliche Schwärmereien für Promis

  • Redaktion: Sven Broder; Illustrationen: Andy Friedmann

Es gibt Schwärmereien, zu denen man sich öffentlich lieber nicht bekennt. Aber wir pfeifen jetzt mal auf unser Image.

Man hegt ja manchmal sonderbare Gefühle für Menschen des öffentlichen Lebens. Gefühle, die man gern für sich behält, weil man sie sich selber nicht so recht erklären kann – und sich auch ein wenig dafür schämt. Denn eigentlich ist dieser Typ ja total unansehnlich, würde man meinen. Oder diese Frau politisch so was von einem anderen Stern, dass es eigentlich unmöglich ist, das auszublenden.

Und trotzdem sind sie da, diese Menschen, haben sich eingenistet in unserem Kopf, tauchen spontan auf in unseren Gedanken, unseren erotischen Fantasien. Wer hat sie nicht, diese dunklen Flecken auf dem Herzen? Hier offenbaren die Mutigen aus unserer Redaktion, für wen sie heimlich schwärmen.

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1.

«Es war an einer Pressekonferenz. Ich war noch jung, ein unbeschriebener Reporter, sie die etablierte Politikerin, gut zwanzig Jahre älter als ich. Sie sass auf dem Podium, ich zu ihren Füssen. Und plötzlich begann die reife, staatsmännische Rita mit mir zu flirten. Niemand hat es gemerkt. Vermutlich nicht einmal sie selber. Aber sie hat es getan. Ich schwörs! Und es hat gekribbelt.»
Sven Broder, Leiter Reportagen

2.

«Für den deutschen Intellektuellen mit dem krausen Haar schwärme ich, seit er vor zehn Jahren den Roman «Kleine Lichter» geschrieben hat. Schon klar, dass es sich bei ihm nicht um einen attraktiven Mann im klassischen Sinn handelt. Aber wer so schreiben kann wie Willemsen, der muss auch kein Beau sein, um Frauenherzen zu erobern.» Julia Heim, Redaktorin Online

3.

«Er ist nicht hübsch, er näselt, und meine Freundinnen finden ihn doof und arrogant. Aber ich finde ihn irgendwie sehr scharf. Jedenfalls habe ich all diese einfach gestrickten Filme wie ‹Keinohrhasen› geschaut – nur wegen ihm.»
Yvonne Eisenring, Autorin

4.

«Irgendwie aufwühlend, ihre züchtige Art. Typ ‹Kunstreiterin im Herbstwald›. Oder ‹Madonna im Verteidigungsministerinnenkostüm›. Auch Harald Schmidt ist bekennender Uschi-Fan. Das wären ja schon mal zwei.» Frank Heer, Redaktor Reportagen

5.

«Netz Natur» «Nichts ist sexier als Begeisterungsfähigkeit. Und Andreas Moser ist definitiv begeistert. Von Kegelrobben. Von Gelbbauchunken. Von Blattschneiderameisen. Ja, sogar von eher unpopulären Tierarten wie dem Höckerflohkrebs. Herr Moser, wären Sie ein Tier, dann ganz bestimmt ein sympathisches, emsiges und gut aussehendes, mit vollem Haupthaar. Ich wünschte, Sie wären mein Biolehrer gewesen!»
Claudia Senn, Redaktorin Reportagen

6.

«Meine Freundinnen ziehen mich seit Jahren damit auf. Aber schlecht sieht Ex-Skirennfahrer Didier Cuche nun wirklich nicht aus, mit diesen stahlblauen Augen, dem schrägen Lächeln und seiner alpinen Coolness, die sogar über den wenig schmeichelnden Rennfahrer-Schlauchanzug hinwegstrahlte. Didier, der Ovi-Botschafter, der nach jeder Abfahrt sein Trickli zeigte und einen Ski durch die Luft in seine Hand wirbelte – da ging mir jedes Mal das Herz auf!»
Stephanie Hess, Volontärin Reportagen

7.

«Damit ein Mann für mich die Violinen zum Klingen bringt, muss er einige Eigenschaften mitbringen: Er muss kultiviert, bescheiden, spontan, ehrlich, aufmerksam, kreativ, charmant – und unbedingt witzig sein. So wie Günther Jauch halt. Nur bei seinem Look müsste ich noch etwas nachhelfen.»
Rhea Leisibach, Redaktorin Mode

8.

«Seiner Hände wegen.»
Line Numme, Redaktorin Wohnen

9.

«Ja, er ist 72 und hat mehr Falten als ein Elefantenbulle, aber ich würde Keith jederzeit einem glatten Jüngling vorziehen. Jede Falte singt einen Song, und wenn ich sein Schlingellächeln sehe, möchte ich sofort mit ihm auf die Fidschis durchbrennen. Fällt wohl unter Sympathy for the Devil.»
Jacqueline Krause, stellvertretende Chefredaktorin

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