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Das Erwachen der Macht: Star Wars macht Platz für Heldinnen

Leben

Das Erwachen der Macht: Star Wars macht Platz für Heldinnen

  • Redaktion: Silvia Princigalli, Bilder: Getty Images

Nach mehr als dreissig Jahren lässt Disney das Star-Wars-Universum am 17. Dezember neu aufleuchten. Warum die Saga nun auch für Frauen eine Fanbase bietet, lesen Sie in unserer Film-Kritik.

Drei Episoden lang lässt George Lucas in seinem Heldenepos Star Wars die helle gegen die dunkle Macht kämpfen, 1983 präsentierte uns der oskargekrönte Drehbuch-Autor das Ende des Sternen-Krieges. Die Fangemeinde fordert eine Fortsetzung und bekommt nach der ersten Trilogie zwischen den Jahren 1999 und 2005 die Prequel-Trilogie auf die Leinwand projiziert. Diese gibt uns letztendlich auch Aufschluss darüber, warum Darth Vader (David Prowse/Sebastian Shaw) so unglaublich böse wurde, Luke Skywalker (Mark Hamill) der langersehnte Erlöser ist und die umschwärmte Leia Organa (Carrie Fisher) einen Retter wie Han Solo (Harrison Ford) brauchte. Alles zusammengeknüpft endet die Space Opera, der Erzählung nach, mit der 1983 erschienen «Rückkehr der Jedi-Ritter». Mit diesem Teil beschert uns George Lucas ein glücklichen Filmschluss: Denn der Todesstern der bösen Macht ist zerstört und somit auch die Terrorherrschaft des Imperiums beendet. Unsere Helden leben alle, sind verliebt und haben ihre Familienzugehörigkeiten geregelt. Kein Grund also, die Geschichte des jungen Skywalkers weiterzuerzählen.

Seither ist aber viel passiert: Die Star-Wars-Fangemeinde lebte das fiktive Science-Fiktion-Universum in zahlreichen erschienen Star-Wars-Romanen und -Anthologien weiter, die damaligen Hauptdarsteller sind um ein halbes Leben gealtert und die Rechte der Filme wurde von der Unternehmensgruppe Lucasfilm für etwa vier Milliarden Dollar an die Walt Disney Company verkauft. Seither ist klar, dass der Kampf zwischen Gut und Böse in den weit entfernten Galaxien kein Ende hat.

Das Erwachen der Macht

Am 17. Dezember ist nun Schluss mit Warten: Die dunkle Seite der Macht scheint nach dem Tod von Darth Vader und der Zerstörung des zweiten Todessterns nicht vollends verschwunden zu sein. Die Nachfolgeorganisation des Imperiums hat sich unter dem Namen «Erste Ordnung» zurückgekämpft und den dritten masslos grössten Todesstern erbaut, um die restlichen Galaxien unter ihre Terrorherrschaft zu stellen. Die Rettung: der einzig noch gebliebene Jedi-Ritter Luke Skywalker. Der bleibt aber fast den ganzen Film über verschollen und schafft so Platz für neue Helden, oder in diesem Fall Heldinnen.

Erstmals in der Star-Wars-Geschichte scheint hier der Gender-Gap geschlossen worden zu sein. Die 23-jährige Daisy Ridley überzeugt in ihrer Rolle als Rey und will nicht – wie Prinzessin Leia vor dreissig Jahren – gerettet werden, sondern übernimmt den Part der unschlagbaren Kämpferin, die dem Neuschurken Kylo Ren (Adam Driver) als einzige das Wasser reichen kann.

Gelungene Anknüpfung mit wenig Stichwunden

Regisseur J. J. Abrams ist mit dem siebten Teil der Star-Wars-Filmreihe ein wahrhaftes Meisterstück gelungen. Erzählcharakter, Schnitt und Filmmusik sind mit einigen technischen Verbesserungen dieselben wie vor dreissig Jahren geblieben und knüpfen somit fast nahtlos an die sechste Episode «Rückkehr der Jedi-Ritter» an. Der Generationenwechsel der Figuren ist plausibel und harmonisch zusammengewoben und lässt nach der Katapultion von 1983 ins Jahr 2015 eine sanfte Landung zu. Zusammengefasst ist «Star Wars: Erwachen der Macht» im Kern ein eskalatives Familiendrama, das unheimlich viel Platz für Aktion, Gefühle und humorvolle Handlungen lässt und die Einbindung der unvergessenen alten Figuren wie Han Solo, Chewbacca und R2D2 mit offenen Armen empfängt.

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1.

Der Krieg der Sterne ist nicht vorbei: Auch im siebten Teil der Star-Wars-Saga kämpft wieder die helle gegen die dunkle Seite der Macht

2.

Regisseur J. J. Abrams hat es geschafft in «Star Wars: Erwachen der Macht» alte mit neuen Figuren gekonnt zusammen zu bringen. Chewbacca und Han Solo (Harrison Ford) sind auch dreissig Jahre nach ihrem letzten Auftritt mit von der Partie.

3.

Für adrenalinreiche Aktionmomente ist gesorgt: Die Figuren Rey und Finn mit dem Droiden BB-8 werden immer wieder tödlichen Explosionen und Laserstrahlen-Attacken ausgesetzt. 

4.

Er ist der Darth Vader der neuen Generation: Neuschurke Kylo Ren (Adam Driver)

5.

Sorgt für den Jö-Effekt: Der rollende Droide BB-8

6.

Poe Dameron (Oscar Isaac) macht seinem Titel als bester Pilot der gesamten Galaxie alle Ehre.

7.

Das Prinzip ist das gleiche geblieben: Gekämpft wirde entweder mit Laserschwert oder mit Raumschiffen in der Luft

8.

Mit neuer Frisur: Star-Wars-Legende Carrie Fisher als General Leia Organa

9.

Am 17. Dezember startet der Film «Star Wars: Erwachen der Macht» in den Schweizer Kinos

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