Heft 18/15

Eine Liebesgeschichte: Der Film Dürrenmatt

Redaktion: Frank Heer; Text: Mathias Heybrock; Fotos: Frenetic, Impuls

Film Tipp: Dürrenmatt. Eine Liebesgeschichte
  • Erinnerungen: Friedrich Dürrenmatt im Kreis seiner Familie

Der grosse Schweizer Autor durch die Augen seiner Kinder: «Dürrenmatt. Eine Liebesgeschichte».

Über die Liebe zu seiner ersten Frau Lotti hat Friedrich Dürrenmatt wenig gesprochen. Hier tun es die gemeinsamen Kinder Peter und Ruth (auf dem Bild rechts). Das ist der besondere Coup dieses sehenswerten Dokumentarfilms über Dürrenmatts Leben und Werk – denn bisher standen die Kinder für Porträts oder Biografien ihres Vaters nicht zur Verfügung. Nun erinnern sie sich etwa daran, wie viel Wert der Schriftsteller Dürrenmatt auf die Meinung seiner Frau legte: Jedes Werk las zuerst sie, auch auf die Gefahr hin, dass Dürrenmatt anschliessend wutschnaubend nach oben stürmte – und die kritischen Anmerkungen bald doch einzuarbeiten begann. Die enge Symbiose, die durchaus auch Schattenseiten hatte, endete nach 36 Jahren mit Lottis Tod. Dürrenmatt beschrieb ihn in seiner späten Prosa «Stoffe». Die berührende, intensive Passage wird von Ruth vorgetragen, die als Pianistin auch eine ihren Eltern gewidmete Komposition zum sehr gut gestalteten Film beiträgt.

Ab 15. 10.: «Dürrenmatt. Eine Liebesgeschichte» von Sabine Gisiger. Züri West haben für den Film den Song «Lied für Lotti» geschrieben.

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