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Es ist November! Was wir diesen Monat nicht verpassen dürfen

Popkultur

Es ist November! Was wir diesen Monat nicht verpassen dürfen

  • Text: Marie Hettich
  • Bilder: Forough Alaei, Instagram fraeulein_tessa, Sony Pictures; Collage: annabelle

Welche Serie müsst ihr sehen, welchen Event besuchen, in welches Museum gehen? Monat für Monat gibt unser Team Kultur- und Veranstaltungstipps. Dieses Mal mit Redaktorin Marie Hettich.

Ausstellung: «doing family»

«Die Ausstellung über Erwartungen, Macht und Liebe»: So big wird «doing family» auf der Website des Vögele Kultur Zentrums in Pfäffikon angekündigt. Weiter heisst es: «Nichts prägt uns so sehr wie die Familie. Mit ihr verbinden wir Liebe, Unterstützung, Vertrauen – aber auch Schmerz, Enttäuschung und Anstrengung.» Welch wahre Worte! Ich freue mich auf Hörspiel-Installationen, Facts aus der Wissenschaft, Gegenwartskunst und Popkultur – zur bürgerlichen Kleinfamilie, aber auch zu allen anderen Formen des familiären Zusammenlebens. Am 15. November gehts los.

 

 

 

Und noch eine Ausstellung: «The Other Face of Iran»

Seit dem 27. Oktober werden in der Photobastei in Zürich mit «The Other Face of Iran» die Fotografien von Forough Alaei gezeigt. Alaei ist 1989 in Teheran geboren; 2019 gewann sie beim World Press Photo Award den ersten Preis in der Kategorie Sport mit ihrer Reportage über fussballbegeisterte Frauen im Iran. Ihre politischen Werke zeigen mehrheitlich die junge, urbane, feministische Generation des Landes – exakt die Generation also, die aktuell für ihre Freiheit ihr Leben riskiert. Eine Ausstellung mit niederschmetternder Aktualität.

Buch: «Alle_Zeit»

Die Journalistin Teresa Bücker, eine der bekanntesten feministischen Stimmen im deutschsprachigen Raum, hat ein Buch geschrieben. Es heisst «Alle_Zeit: Eine Frage von Macht und Unmacht» und handelt von «Zeitgerechtigkeit» – einem Begriff, der mir neu ist, mir gleichzeitig aber hochrelevant scheint. Sie fordert darin eine neue Zeitkultur, in der Erwerbsarbeit weniger und alles andere mehr Raum einnehmen darf. In der aktuellen annabelle-Ausgabe erfahrt ihr mehr – oder ihr holt euch direkt das Buch, zum Beispiel bei Paranoia City in Zürich.

Streaming: «Call me DJ!»

Neu in der ARD Mediathek: «Call me DJ!» von der Schweizer Filmemacherin Rosanna Grüter, die selbst als DJ arbeitet (und nein: nicht Djane – das ist ein Unwort, lernen wir). In der fünfteiligen Dokureihe geben zehn weibliche DJs Einblick in ihr Leben zwischen Schaffensprozess und Stage, Privat- und Tourleben, Lampenfieber und Heimweh. Und immer wieder geht es um die Frage: Wie politisch ist es, in der Technoszene eine Frau zu sein?

Kino: «The Woman King»

In «The Woman King» spielt Viola Davis («How to Get Away with Murder») die Generalin einer rein weiblichen Militäreinheit im Königreich Dahomey – einem der mächtigsten Staaten Afrikas im 18. und 19. Jahrhundert. Das historische Epos von Gina Prince-Bythewood ist inspiriert von wahren Ereignissen. Anja Glover, Social-Entrepreneurin, Autorin und Rassismus-Expertin, schreibt über den Film auf Instagram: «Der Kinosaal war voll mit Schwarzen Menschen. Wir weinten, wir lachten, wir schrien (…). Es fühlte sich an wie eine Revanche für all die Geschichten, die nicht erzählt werden. Für die Kultur (…), die uns Schwarze Frauen immer wieder gecancelled hat.» Gänsehaut!

 

Theater: «My Heart is Full of Na-Na-Na»

Vier Jungs und Männer zwischen 14 und 41 – und die Frage: Was bedeutet es eigentlich, gemeinsam in Beziehung zu sein? Im Stück von Lucien Haug, inszeniert von Suna Gürler, stirbt die Mutter, woraufhin sich Vater und Sohn im Füreinanderdasein und Gefühlezulassen üben. «My Heart is Full of Na-Na-Na» ist ab 14; es werden auch Workshops für Schulklassen zum Thema Emotionen angeboten. Die Uraufführung fand am
29. Oktober im Schiffbau in Zürich statt; alle weiteren Daten gibt es hier.

Shopping: The Goddess Collective

Am 21. November eröffnet im Jelmoli in Zürich zum zweiten Mal der Weihnachts-Pop-up des wunderschönen Spiri-Shops The Goddess Collective. Im zweiten Stock gibts auf 20 Quadratmetern Tarot-Readings, Heilkristalle, Duftkerzen, Aurasprays, Räuchermischungen sowie eine eigene Schmuck- und Kleiderlinie. Ein klassischer Fall von: Weihnachtsgeschenke kaufen gehen – und dann doch für sich selbst eintüten …

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