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Konzert-Sommer: Diese Bands könnt ihr bald live in der Schweiz sehen

Literatur & Musik

Konzert-Sommer: Diese Bands könnt ihr bald live in der Schweiz sehen

Es geht doch nichts über Konzerte an der frischen Luft. Und die diesjährige Dichte an Gigs lässt nicht zu wünschen übrig. Hier kommen unsere Tipps.

Warpaint + Batbait, 26. Juni, Volkshaus (Zürich)
Das kalifornische Indie-Rock-Quartett Warpaint vereint sich aktuell für einzelne Live-Konzerte zum letztjährigen Album «Radiate Like This». Eine selten gewordene Zusammenkunft, wie Gitarristin und Sängerin Emily Kokal uns kürzlich im Interview erklärte. Auch deshalb gibt es in diesem Jahr tatsächlich nur diese eine Gelegenheit, Warpaint live in der Schweiz zu sehen. Es lohnt sich übrigens einmal mehr, früh ans Konzert zu kommen: Support kommt von den tollen Zürcher Punk-Girls Batbait.

Montreux Jazz Festival, 30. Juni bis 15, Juli (Montreux)
Montreux ist wie immer zum Bersten voll mit Highlights. Fett im Kalender angestrichen haben wir uns die Abende mit Pop-Reaktionär Christine and the Queens (5.7.), Musikerin und Bürgerrechtsikone Mavis Staples und Norah Jones (10.7.) – respektive, für alle die Gitarren- und Punkrock dem Soul vorziehen: Idles, Wet Leg und Lovejoy (10.7.) –, das sensationelle Gospel-Soul-Trio Gabriels (13.7.) oder Nile Rodgers, der mit seinen Disco-Ikonen Chic einen Abend füllt (15.7.).

Sister Sledge, 2. Juli, Kaufleuten (Zürich)
Wer je zu «We Are Family» und «Lost In Music» getanzt hat, weiss: Am liebsten möglichst schnell zurück in diese Welt überbordender Lebensfreude, pulsierender Outfits und unwiderstehlicher Disco-Hymnen. Die legendären Sister Sledge touren heute leider ohne ihre verstorbene Schwester Joni, aber immer noch in Originalbesetzung mit erweiterter Familie. Das Konzert dürfte der Nostalgie mindestens so sehr dienen wie der Inspiration.

CocoRosie, 4. Juli, Seebühne Rote Fabrik (Zürich)
Die Auftritte der Schwesternkombo CocoRosie tragen zwar weit weniger Geschichte, sind in ihrer eigenen Nische aber nicht minder legendär: Sierra und Bianca Casady galten mit ihren brachialen Experimenten zwischen Folktronica, Oper und Hiphop in den Nullerjahren als Indie-Phänomen und Heldinnen der sogenannten New-Weird-America-Ära. Performt wird mal mit Spielzeug-Instrument, mal mit Harfe und gewiss immer höchst-theatralisch.

Festival de la Cité, 4. bis 9. Juli (Lausanne)
Ein Stadtfestival für alle, die gern entdecken und Grenzen neu ausloten. Weil auch einige Acts dabei sind, die man diesen Sommer in der Schweiz exklusiv zu sehen bekommt, empfehlen wir die international gefeierte, experimentelle Cellistin Mabe Fratti (4.7.) und den Gospel der US-amerikanischen Familienband The Staples Jr. Singers (9.7.), die bereits seit 40 Jahren gemeinsam auf der Bühne steht.

Kurt Vile + Camille Camille, 5. Juli, Seebühne Rote Fabrik (Zürich)
Einer der lässigsten Slacker findet den Weg nach Zürich, – wobei Kurt Vile nicht annähernd so verpeilt ist, wie es seine tiefenentspannten Songs vermuten liessen: Der Singer-Songwriter aus Philadelphia war früher Lead-Gitarrist der Band The War On Drugs und wer nicht zum Sound oder der poetischen – und oft auch lustigen – Texte wegen komplett dem Alltag entgleitet, wird garantiert beim Anblick von Viles Gitarrenspiel in einen meditativen Sog abdriften.

Gurtenfestival, 12. bis 16. Juli (Bern)
Zum 40. Jubiläum lädt das Gurten neben den Pop-Revoluzzers Rosalìa (13.7.) und Lil Nas X (14.7.) auch Club-bis-Pop-Legende Róisín Murphy (15.7.) und Die Toten Hosen (16.7.).

Luzern Live, 20. bis 29. Juli (Live)
Luzerns neues Festival schürt direkt Anziehungskräfte. Unsere Highlights: Porridge Radio (24.7.), Billy Nomates (26.7.), Hermanos Gutièrrez (27.7.), Black Sea Dahu (27.7.), Nnavy (28.7.).

Palp, Mai bis September (Wallis)
Burgen, Privatwohnungen, Almwiesen, Gärten oder auch ein Sessellift – beim Palp sind allein die Walliser Locations ein Erlebnis, aber eben auch die Konzerte. Wir empfehlen den Londoner Nu-Jazzer Alfa Mist (20.7.) oder die Rocklette-Abende mit Annie Taylor, Gilla Band und The Black Angels (6.8.) und dann Big Joanie mit den Osees und Orchestra Gold (12.8.). Den Sessellift-Brunch bespielt übrigens die experimentelle Tessiner Harfenistin Kety Fusco (27.8.), die neulich die legendäre Londoner Royal Albert Hall füllte.

Musikfestwochen Winterthur, 9. bis 20. August
Das freundliche Stadtfestival gehört zu den abenteuerlichsten seiner Art. Wenn uns die Füsse nach diesem Konzertsommer noch tragen, pilgern wir zum Somali Funk der Dur-Dur Band (9.8.), zu orientalischen Disco-Tunes des Brüderduos TootArd (9.8.), zum einlullenden Folk-Rock der Newcomer Worries and other Plants (13.8.), zur hypnotischen Stimme von Anna B Savage (14.8.) oder der Schweizer Kult-Kombo Stahlberger (14.8.), dem psychedelischen Folk der Griechin Σtella (14.8.) oder zum schillernden Pop-Schmäh von Bilderbuch (19. August).

Unique Moments, 13. bis 18. September (Zürich)
Die vier Abende, die diesen September im Innenhof des Landesmuseums stattfinden werden, dürften dem Titel der Veranstaltung allesamt gerecht werden. Zum Auftakt gibt es eine zweite Chance auf Christine and the Queens (13.9.), danach mit Kraftwerk (14.9.) und Nils Frahm (16.9.) zwei deutsche Meisterklassen und mit Stephan Eicher (18.9.) einen wohlig-heimeligen Abschluss. Höchstwahrscheinlich im Sitzen.

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